Ev. Kirchengemeinde Hornburg/Isingerode
Ev. Kirchengemeinde Hornburg/Isingerode

Mit Paulus glauben. Bibelwoche 21. - 23. Mai 2019

Zu einer Bibelwoche zum Philipperbrief des Apostel Paulus an drei aufeinander folgenden Abenden laden wir herzlich ein. Die Termine sind:


Di. 21. Mai 2019, 19.00 Uhr, Alte Lateinschule
Mi. 22. Mai 2019, 19.00 Uhr, Alte Lateinschule
Do. 23. Mai 2019, 19.00 Uhr, Alte Lateinschule

(Pfarrhofstraße 1, 38315 Hornburg)

 

Der Philipperbrief ist ein sehr persönlicher Brief und bestens geeignet, Menschen zu ermutigen, die Bibel sehr persönlich zu nehmen. Hier ist jede und jeder kompetent.

 

 

Was spricht mich an?
Wo komme ich vor?
Welche Gefühle weckt das bei mir?
Was in meinem Leben entspricht oder was widerspricht dem, was Paulus schreibt?
Diese Fragen kann nur jede*r für sich beantworten, oder wir alle gemeinsam, wenn es dabei um unsere Gemeinde, unsere Kirche geht.

Wir laden ein

Krabbelgruppe

Di. 14. Mai 2019, 15.00 Uhr

im Gemeindehaus

 

Jugendgruppe

Di. 14. Mai 2019, 17.00 Uhr

im Gemeindehaus

Programm: Tauschaktion in Hornburg

 

Good-Time Gottesdienst

in Heiningen

Fr. 17. Mai 2019, 18.30 Uhr

Pfarrer Frank Ahlgrim & Team

 

Gottesdienst mit Gedächtnis der Konfirmation

Kantate

So. 19. Mai 2019, 10.00 Uhr

Pfarrer Olaf Schäper

Feier des Abendmahls

 

Konfirmation 5. Mai 2019

"Ich habe den Herrn gesehen!"

von Pfarrer Olaf Schäper

Maria Magdalena begreift sofort, welchen Auftrag sie erhalten hat: Sie soll verkündigen, sie soll eine Botschaft ausrichten. Die Botschaft von der Auferstehung Jesu.

Am Morgen des dritten Tages nach der Kreuzigung und Beisetzung Jesu war sie als erste zu Jesu Grab gekommen. Als sie das Grab geöffnet findet, reagiert sie besonnen und vernünftig. Sie eilt zurück zu den Jüngern und informiert sie. Zwei Jünger laufen daraufhin zum Grab. Aber als sie dort ankommen sind sie ratlos. Sie schauen in das leere Grab - und gehen wieder weg, zu den anderen Jüngern. Alles bleibt unverändert, alles bleibt wie es war.

Maria aus Magdala aber ist bei dem Grab geblieben. Sie steht an Jesu Grab und weint. Sie will einfach allein sein. Aus irgendeinem Grund schaut Maria noch einmal in das Grab hinein, und da sieht sie zwei Engel, die sie fragen: „Frau, was weinst du?“ Als Antwort klagt sie ihnen ihre Trauer über das Verschwinden des Leichnams Jesu.

Dann wendet sie sich um und sieht einen weiteren Mann, der vor ihr steht und sie ebenfalls nach dem Grund ihres Weinens fragt. Dieses Mal ist Maria vorsichtiger: „Herr“, so ehrerbietig redet sie den Gärtner an, „wenn du ihn weggetragen hast, sag mir doch, wo du ihn hingelegt hast“ (Joh 20,15).

Aber da wird mit einem Mal alles anders. Nur ein Wort fällt. Ein Name wird ausgesprochen: „Maria!“ Und in diesem Augenblick weiß Maria, wer da vor ihr steht: Jesus. Und der gibt ihr einen Auftrag: „Geh zu meinen Brüdern und sage ihnen, dass ich zu ihm zurückkehre - zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“ (Joh 20,17).

Maria Magdalena begreift sofort, welchen Auftrag sie erhalten hat. Es bedarf keiner weiteren Erläuterungen. Und deshalb braucht Johannes auch nicht mehr zu erzählen, was mit Jesus geschieht. Wollte man diese Szene in einem Film darstellen, so müsste hier ein harter Schnitt folgen: Jesus verlässt nicht etwa die Szene, sein Bild löst sich nicht langsam oder plötzlich auf. Unvermittelt sehen wir nur noch Maria Magdalena.

Sie geht zu den Jüngern und verkündet ihnen: „Ich habe den Herrn gesehen“ (Joh 20,18). Dieselben Worte verwendet Paulus, um den Christen in Korinth zu zeigen, dass er sich zu Recht Apostel nennen darf (1 Kor 9,1). Ich denke, Johannes meint dasselbe: Maria Magdalena ist ein Apostel, eine Apostolin. Nicht Petrus ist im Johannesevangelium der erste, der den Auferstandenen gesehen hat. Es ist Maria Magdalena, eine Frau! Der Christusglaube ist von Anfang an keine Männersache. Die christliche Kirche ist kein Verein, in dem die Männer das Sagen hätten und die Frauen allenfalls zuhören dürften. Nein! Maria Magdalena war eine Apostolin. Sie hat verkündigt.

Die christliche Botschaft und damit zugleich die Geschichte der Kirche beginnt mit der Osterpredigt einer Frau: „Ich habe den Herrn gesehen“.