Ev. Kirchengemeinde Hornburg/Isingerode
Ev. Kirchengemeinde Hornburg/Isingerode

Wir laden ein

Konfirmation

Misericordias Domini

So. 5. Mai 2019, 10.30 Uhr

Pfarrer Olaf Schäper

Kirchenchor, Posaunenchor

Feier des Abendmahls

 

Kinder Bibel Tag

Zu einem Kinder-Bibel-Tag mit Noah hatte die Kirchengemeinde Hornburg eingeladen und zahlreiche Kinder und Eltern waren gekommen. Nach fröhlichem Auftakt in der Kirche mit Kennenlernen und kurzer Andacht erzählte Pfarrer Schäper über den Tag verteilt mit farbenfrohen Bildern die Geschichte von Noah.

Von einer Welt voller Streit und Bosheit, davon, wie Noah von Gott den Auftrag bekommt, eine Arche zu bauen und dies mit großem Eifer auch tut. Wie es Noah mit Gottes Hilfe gelingt Tiere und Menschen zu retten.

In zwei altersgerechten Gruppen konnten die Kinder, angeleitet und unterstützt von Elke, Friederike und Ulrike, die gehörten Geschichten für sich greifbar machen. Dazu wurden Archen gebaut oder gemalt, Regenmacher gebastelt und Tiere aus Ton gestaltet.

Mittags gab es für alle hungrigen Baumeister*innen Hot-Dogs und Apfelschorle, bevor dann mit großem Einsatz die Tiere gerettet wurden. Mit Spiel und Spaß, Toben und Lachen, Singen und Beten verging der Tag wie im Flug.

Zum Abschluss feierten Kinder und Eltern gemeinsam mit weiteren Gottesdienstbesuchern einen Gottesdienst für Klein und Groß.

In der Passionszeit laden wir alle Interessierten herzlich zu einer Kunstausstellung in die Marienkirche ein.

Schüler*innnen des 11. Jahrgangs der Henriette-Breymann-Gesamtschule Wolfenbüttel haben sich im Rahmen der sogenannten Werkstattarbeit mit dem Thema Vergänglichkeit auseinandergesetzt. Die beeindruckenden und berührenden Ergebnisse dieser Arbeit möchten wir Ihnen in der Zeit vom 10. März 2019 bis Ostern auf der Nordempore der Marienkirche präsentieren.

Die Ausstellung ist im Anschluss an die Gottesdienste (sonntags, ab ca. 11.00 Uhr) und Passionsandachten (mittwochs, ab ca. 18.30 Uhr) sowie ab dem 1. April täglich außer montags von 14.00 bis 16.00 Uhr für Besucher geöffnet.

Mut zum Leben

von Pfarrer Olaf Schäper

Seit dem 10. März 2019 ist in der Hornburger Marienkirche die Ausstellung „Vergänglichkeit“ zu sehen. Schüler*innen der Kunstkurse des 11. Jahrgangs der Henriette Breymann Gesamtschule Wolfenbüttel haben im Rahmen eines Kunstprojektes die 20 Exponate der Ausstellung gestaltet.

 

Wer sich auf die sehr unterschiedlichen Kunstwerke, auf die Bilder, Fotomontagen, Plastiken, einlässt, sich ihnen aussetzt, wird herausgefordert, Stellung zu beziehen zum großen Menschheitsthema Vergänglichkeit. Beim Gang durch die Ausstellung beschleicht einen fast unmerklich zunächst, aber dann immer deutlicher ein Gefühl von Beklemmung, von Beunruhigung. Die Exponate fordern eine Antwort auf die Frage nach der Endlichkeit.

Wie kaum ein anderer Theologe des 20. Jahrhunderts hat Paul Tillich das Thema Endlichkeit in seiner Systematischen Theologie reflektiert, denn, so meint er, „es ist die Endlichkeit des Seienden, die uns zu der Frage nach Gott treibt.“ (Paul Tillich, Systematische Theologie I, S.196).  Tillich führt in die Auseinandersetzung mit dem Thema Vergänglichkeit den Zusammenhang von Angst und Mut ein: „Endlichkeit, wenn sie ihrer selbst gewahr wird, ist Angst.“ (aaO., S. 224) Angst drückt Endlichkeit von innen her aus.

 

Zur Wahrnehmung dieser Angst leiten die 20 Exponate der Ausstellung „Vergänglichkeit“:
Sie führen in die Angst, sterben zu müssen - selbst sterben zu müssen und den Tod geliebter Menschen erleiden zu müssen.
Sie führen in die Angst vor der Vergangenheit und der Zukunft. Dahin, wo alles, was war bedeutungslos verschwindet und unwiederbringlich verloren ist. Dahin, wo Neues, Anderes bedrohlich auf mich zukommt.
Sie führen in die Angst, keinen Raum für das eigene Selbst zu haben, keinen Raum, an dem ich Ich selbst sein kann und darf.
Diese Angst ist potentiell gegenwärtig in jedem Augenblick, sie durchdringt das ganze Leben. Wie können wir damit leben? Wie können wir so eigentlich leben?

 

Paul Tillich gibt darauf eine bemerkenswerte Antwort: Angst kann nur ertragen werden, weil sie ausgeglichen wird durch Mut, den Mut zum Leben, das Ja! zum gegenwärtigen Augenblick. Mut zum Leben ist seine Antwort auf die Angst der Vergänglichkeit. Für mich ist das eine ganz starke, eine im Wortsinn mutmachende Antwort. Doch woher kommt dieser Mut zum Leben, der so stark ist, die Angst zu besiegen?

Die Exponate der Ausstellung zeigen uns, dass er nicht aus uns selbst, nicht aus der Frage selbst kommen kann. Für Paul Tillich ist der Glaube an Gott die Grundlage für diesen Mut zum Leben. Im Glauben verschwinden weder Endlichkeit noch Angst einfach, aber sie werden in die Unendlichkeit und den Mut hineingenommen. Im Glauben verliert die Angst ihre Macht über unser Leben.
Im Johannesevangelium klingt das so: „Jesus spricht: In der Welt habt ihr Angst. Doch habt Mut (θαρσεῖτε). Ich habe die Welt überwunden.“ (Joh 16,33)