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13.09.2026

3. Gemeindekongress

Referent macht Mut, die Gegenwart von der Zukunft her zu lesen

Pressestelle

Wolfenbüttel. Fragen zur künftigen Gestalt der Kirche standen im Mittelpunkt des dritten Kongresses „Gemeinde.Wir“ am 12. September in der Lindenhalle in Wolfenbüttel. Zahlreiche Ehrenamtliche und beruflich Beschäftigte der Landeskirche Braunschweig tauschten sich einen Tag lang über Veränderungen aus, die im Zusammenhang mit der Strukturreform der Landeskirche zunehmend Konturen gewinnen. Dabei ging es um die Gebäude und die kirchliche Verwaltung ebenso wie um inhaltliche Fragen zu den Themen Gottesdienst, Seelsorge und Diakonie. Diese konnten auch im direkten Gespräch mit den Mitgliedern des Kollegiums und der Kirchenregierung erörtert werden.

Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel warb dafür, die Zukunft im Jetzt zu finden und „Räume mit Seele“ zu schaffen.  Nötig sei ein „unternehmerisch freudiger“ Glauben. Sie legte die Spur für den Hauptvortrag von Michael Domsgen, Professor für Evangelische Religionspädagogik an der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg. Auch Domsgen plädierte dafür, die Gegenwart von der Zukunft her zu lesen. Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen müsse die Kirche Strukturreformen in Gang setzen.

Die Strukturen, so Domsgen, seien aber lediglich Mittel zum Zweck der Verkündigung, eines friedlichen Miteinanders und der Erbauung der Gemeinden. Die kirchliche Gestalt sei notwendig, aber nicht heilsnotwendig. Die Kirche sei vor allem die Gemeinschaft der Menschen, die von Jesus Christus inspiriert sind. Es gehe darum, aus dem Kontakt mit Gott miteinander zu feiern, zu lernen und anderen Menschen zu helfen.

Christsein sei eine „Lebensform im Werden“, zitierte Domsgen den Theologen Eberhard Jüngel. Eine Idealform der Kirche gebe es nicht. Es gehe stets um notwendige Transformationen. Dabei, gab er allerdings zu, seien Ungewissheit und Unsicherheit auszuhalten.

Bei dem Kongress stellte außerdem Sabine Rump, Intranetmanagerin im Referat für Kommunikation und Medien, die künftige Gestalt des landeskirchlichen Intranets vor. Anhand praktischer Beispiele erläuterte sie, wie das künftige Intranet die digitale Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und beruflichen Beschäftigten ortsunabhängig weiter verbessert. Zum Beispiel durch persönliche Profile, individuelle Bildung von Gruppen zu Themen und Interessen sowie ein optimiertes Wissensmanagement.

Lebhafte Diskussionen beim dritten Gemeindekongress.
Lebhafte Diskussionen beim dritten Gemeindekongress.
Foto: Peter Sierigk
Professor Michael Domsgen.
Professor Michael Domsgen.
Foto: Peter Sierigk
Der gegenseitige Austausch in Gruppen wurde großgeschrieben.
Der gegenseitige Austausch in Gruppen wurde großgeschrieben.
Foto: Peter Sierigk